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Wie sicher ist die Femto-Lasik?

In: Hintergrundwissen

23 Nov 2010

Mit erstaunen lese ich die Internetseiten meiner Kollegen, die keinen Femto-Laser besitzen und deswegen diesen schlechtreden wollen. Das geht so weit, dass bewusst falsche Aussagen gemacht werden. So verfügt eine Kollegin (statt eines Femto-Lasers) über eine “computergesteuertes Hobelmesserchen (das Mikro-Keratom)”. Das ist natürlich Humbuk, da eine Rasierklinge (Mikrokeratom) nicht computergesteuert ist, sondern durch eine Mechanik einmal durch die Hornhaut läuft.

Das nächste Argument gegen die Femto-Lasik soll die transient-light-sensivity sein. Das ist ein Blendungsempfinden, welches 2-6 Wochen nach einer Lasik auftritt. Es ist richtig, dass anfänglich Chirurgen etwas ratlos vor anscheinbar normalen Hornhäutern standen. Als dann aber der erste Kortisontropfen verschrieb und diese Symtome für immer verschwanden wurde klar, dass es sich hierbei um eine eher mildere und gut behandelbare Komplikation handelt. Ich in meinen Händen mit meinem Augenlaser kann mich an einen Fall in dem letzten Jahr erinnern, also etwa 1 pro 2000 Augenlaserbehandlung.

Und auch dieser Patienten wurde mit Augentropfen völlig symtomfrei.

Das nächste Argument der Mikrokeratom-Laser-Chirurgen ist, dass wir mit dem Mikrokeratom ja viel mehr Erfahrung haben als mit dem Femto-Sekundenlaser. Es ist richtig, dass es wohl immer noch mehr Lasik als Femto-Lasik- Patienten auf dieser Welt gibt, aber rechtfertigt eine höhere Zahl eine ältere Technik? Es gibt ja auch auf dieser Welt vermeintlich immer noch mehr Autos ohne Air-bag, dass heißt aber nicht, dass ich ein Auto ohne Air-bag fahre, nur weil es derer noch mehr gibt.

Ich finde den Vergleich gar nicht so schlecht mit dem Air-bag,da wir weder bei der Mikrokeratom-Lasik noch bei der Femto-Lasik davon ausgehen, dass etwas passiert. Auch beim Autofahren mit einem Auto mit oder ohne Air-bag geht man nicht davon aus, dass was passiert. Wenn man aber trotzdem mal die “Lotterie gewinnt” fühle ich mich mit einem Air-bag im Auto wohler und auch bei meiner Arbeit (Augentis) nehme ich auschließlich einen Femto-Laser für den Flap.

P.S.: Meine Schwiegermutter hat noch ein Auto ohne Air-bag, ein wunderschöner Golf 2, den ich gerne fahre. Da mache ich dann mal eine Ausnahme. Wenn es aber um die Sicherheit meiner Patienten geht nicht!

7 Responses to Wie sicher ist die Femto-Lasik?

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Oppold

Dezember 5th, 2010 at 17:45

Hallo Herr Dr. Bowen,

ich spiele aktiv Tennis und treibe als Hobby Kampfsport (kein Wettkampfsport, nur Training als Hobby) und interessiere mich für eine Laserbehandlung.
Meine Fragen:

1. Ist der Flap nach der Operation stabil genug, um Sportverletzungen am Auge (Tennisball, Fauststoß aufs Auge) auszuhalten?
Oder ist das Auge durch die Operation erheblich verletzungsanfälliger wegen des Flaps als vor der OP ?

2. Ist der Flap bei einer Femtolasik im Hinblick auf o.g. Verletzungen stabiler wie beim Mikrokeratom?

3. Ist im Hinblick auf o.g. Verletzugen ein ganz anderes Verfahren bei einem Hobbysporter angebracht wie Epi-Lasik, Lasek, ?

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bfb

Dezember 5th, 2010 at 21:31

Hallo und herzlichen Dank für Ihre Frage.

Zu 1.: Es gibt in der Literatur sehr wenig Berichte über Flapkomplikationen nach Sportverletzungen. Nach meinem Wissen betrifft das auch nur Mikrotomlasiks. Zur Flapstabilität habe ich einen Artikel auf diesem Blog geschrieben. http://femto-lasik-blog.com/2010/08/22/lasik-flapstabilitat-nach-femto-lasik/
Grundsätzlich wird ein Auge durch eine Lasik nicht stabiler. D.h., dass die Verletzungen, die ein Tennisball oder ein Faustschlag an einem unbehandelten Auge verursachen können, wahrscheinlich genauso gravierend an einem behandelten Auge sein können. Ich habe keine Information darüber, dass die Augen “erheblich verletzungsanfälliger” sein können, ich gehe also nicht davon aus. Für die amerikanischen Streitkräfte ist es jedenfalls kein Grund, keine Femto-Lasik zu machen, und diese Soldaten haben vermutlich ein vermeintlich größeres Verletzungsrisiko.

zu 2.: http://femto-lasik-blog.com/2010/08/22/lasik-flapstabilitat-nach-femto-lasik/

zu 3.: Ja. Viele Sportler wählen aus diesen Motiven eine PRK, Epi-Lasik oder Lasek.

Ich darf dazu anmerken, dass Hornhautstabilität auch mit Hornhautdicke zu tun hat. Kennen Sie Ihre Hornhautdicke und Ihre Brillenwerte?

mfG, bfb

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Fischer

Dezember 18th, 2010 at 18:03

Ich bin 45, kurzsichtig links 5,75, rechts 4,5 und will eine Femtolasik durchführen.

Empfehlen Sie mir eher beide Augen optimal für die Fernsicht korregieren zu lassen und für das Lesen / Bildschirmarbeit eine Lesebrille in Kauf zu nehmen oder aber eine Monovision, dafür aber beim linken Auge auf die optimale Fernsicht zu verzichten (rechtes Auge ist dominant)

Die unterschiedlichen Sehstärken meiner Augen machen mir, zum Beispiel wenn ich ganz ohne Brille bin, wenig Probleme, ich gehe davon aus , dass ich die Monovision deshalb vertrage.

Ich arbeite berufsmäßig viel vor dem Bildschirm.

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bfb

Dezember 18th, 2010 at 22:07

Hallo und danke für die Frage,

das Ergebnis einer Laseroperation kann mit Kontaktlinsen simuliert werden. Gerne können wir das mit Ihnen an einem unserer Standorte ausprobieren.
Wichtig ist zu wissen, welches Ihrer Augen nah- bzw. ferndominant ist, was die Anforderungen sind, Reihen-Optotypen-Test etc..

Will sagen: es gibt verschiedene Möglichkeiten. Gerne schaue ich mir das zusammen mit Ihnen an. VG, bfb

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arzt

Februar 11th, 2011 at 14:52

Eine multifokale Linse wäre hier auch noch zu überdenken. Vielleicht noch eine zweite Meinung einholen.

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deniz karacan

August 5th, 2012 at 13:29

Sehr geehrter Herr Dr.Bowen,
ich habe mich letzter Woche einer Femtolasik unterzogen. Bin gegenwärtig mit dem Sehzustand sehr zufrienden jedoch mit dem beratenden Ärzteteam sehr unzufrieden. Ich habe den Arzt explizit gefragt, ob ich nach der Femtolasikbehandlung ohne bedenken mein Boxsport betreiben kann und ob keine Gefahr für den Flap besteht. Man sagte er mir, dass dies kein Problem wäre. Nach der Op sagte mir zufällig ein anderer Arzt in diesem LAserzentrum während der Nachbedhandlung ich solle keine Sprünge vom 10er machen. Das hat mich dann stützig werden lassen und ich habe mich bei anderen Doktoren erkundigt. Jetzt habe ich erfahren dass die Lasek Formen der Augenop also ohne ein Flap die bessere Variante wäre und viele die Femtolasik für Kampfsportler abraten. Jetzt habe ich zu einem Wut auf mich dass ich mich auf die Erstaussage eines Arutes verlassen habe und mich nicht weitkundig erkundigt habe aber aber auch auf den beratenden Arzzt. Was würde sie mir jetzt raten…….?1. Kann ich irgndwie die Gefaahr des Flap nachkorrigieren oder sonstiges…? Denn ich würde in zukunft ein sehr mulmiges Gefühl beim Boxtraining wegen dem Flap haben.1) Gibt es irgndwelche Mögllichkeiten diese Gefahr zu beheben…? 2)Kann ich dem Arzt einen Vorwurf machen ….? Danke

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Dr.Febrer

August 5th, 2012 at 14:01

Hallo,

ich würde das Thema mal mit dem behandelnden Arzt ansprechen. Vielleicht gab es noch andere Gründe, warum er die Femto-Lasik gegenüber einer PRK vorgezogen hat. Ich kann das mit dem Sprung aus 10 Metern nicht ganz nachvollziehen, weil das sicherlich keinen Femto-Flap öffnen kann, da man ja die Augen geschlossen hat, wenn man ins Wasser eintaucht.
Kontaktsportarten erhöhen das Risiko eines Schlags aufs Auge, ob aber dieser Schlag den Flap öffnen kann, weiss ich ehrlich gesagt nicht, weil ich bis jetzt nicht davon gehört habe. Es gibt lediglich einen Fall von dem mir berichtet wurde bei einem Karate-Kämpfer, wo aber eine Mikrokeratom-Lasik gemacht wurde, und keine Femto-Lasik. Ausserdem war in diesem Fall auch der Flap extrem dünn.
Mein Rat ist also, mit dem Arzt noch mal zu sprechen und ihm alle Ihre Fragen zu stellen.
Mit freundlichem Gruss, bfb

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Dr. Febrer Bowen

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