Alle Infos rund ums Augenlasern
In: FAQ
12 Jul 2012Vor der Entscheidung, den Grauen Star operieren zu lassen, stehen alleine in Deutschland viele hunderttausend Patienten jedes Jahr. Beim Grauen Star wird die körpereigene getrübte Augenlinse gegen eine klare Kunstlinse ausgetauscht. Die Kunstlinse kann die Brechkraft der Augen so verändern, dass auf eine Brille in einer gewünschten Distanz verzichtet werden kann. Beim Grauen Star werden normalerweise beide Augen für die Ferne “eingestellt”, so dass zwar zum Autofahren keine Brille mehr nötig ist, beim Lesen aber sehr wohl noch eine Lesebrille getragen werden muss. Alternativ kann man auch beim Grauen Star beide Augen für die Nähe einstellen, so dass das Lesen ohne Brille möglich ist, aber dafür eine Brille für die Ferne getragen werden muss. Eine Mehrstärkenlinse (Multifokale Linse) ermöglicht nach der Grauen Star Operation das Sehen in der Nähe und in der Ferne.
Die Monovision ist eine Kombination aus Fern- und Nahkorrektur. Hierbei wird ein Auge für die Ferne das andere für die Nähe korrigiert. Der Unterschied zwischen den beiden Augen sollte nicht mehr als 1,5 Dioptrien sein. Dabei wird oft das dominante Auge (das, mit dem Sie “zielen”) so eingestellt, dass die Brillenwerte für die Ferne bei “0.00″ liegen. Das andere Auge wird mit -1.5D eingestellt. Diese Auge ist dann “die Lesebrille”. Falls eine Hornhautverkrümmung vorliegt, muss diese für ein gutes Ergebnis mitkorrigiert werden. Es reicht nicht, sich den Werten nur anzunähern, weil sonst ein gutes Ergebnis nicht möglich ist. Um die Hornhautverkrümmung zu beseitigen, können torische Linsen verwendet werden. Dieser sind ähnlich wie Ihre Hornhaut gekrümmt, und werden dann um 90° verdreht eingesetzt, so dass die Hornhautverkrümmung kompensiert wird. Eine weitere Möglichkeit das Ergebnis zu perfektionieren besteht mit dem Augenlaser. Hierbei wird die Hornhaut so “poliert”, dass die gewünschten “Brillenwerte” erreicht werden. Ich biete meinen Patienten ein Nachlasern an, falls dieses medizinisch und optisch sinnvoll ist.
Eine gerade veröffentliche 5-Jahres-Studie zeigt, dass die Abhängigkeit von der Brille nach bilateraler Grauen Star Operation über die Jahre sinkt. So sind etwa 80% aller oprierter Patienten nach 5 Jahren brillenfrei. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Gehirn eine gewisse Zeit benötigt, um sich nach der Grauen Star Operation an die “neue Optik” zu gewöhnen.
Dr. med. Bernhard Febrer Bowen, Augenarzt und Augenchirurg
Dr. Febrer Bowen
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