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Extreme Kurzsichtigkeit

In: FAQ

20 Jul 2012

Extreme Kurzsichtigkeit

Extreme Kurzsichtigkeit, lateinisch Myopia Magna genannt, ist eine Kurzsichtigkeit, die ab etwa -8 Dioptrien beginnt. Entweder begründet sich die Extreme Kurzsichtigkeit mit einem extrem langen Auge, oder die Brechkraft der Hornhaut und/oder der körpereigenen Augenlinse ist zu gross. Extreme Kurzsichtigkeit kann durchaus in den zweistelligen Dioptriebereich gehen, uns so sehen wir regelmässig Patienten, die über extreme Kurzsichtigkeit im Bereich von -20 und sogar höher klagen. Extreme Kurzsichtigkeit führt zu einem verzerrten Sehen, wenn man sie mit der Brille korrigieren möchte. So sind die meisten Patienten auch Kontaktlinsenträger. Tritt eine Kontaktlinsenunverträglichkeit auf, stellt sich die Frage, wie man die extreme Kurzsichtigkeit am besten operativ beseitigt. Wie eben beschriegen ist es erst einmal wichtig herauszufinden, woran die Kurzsichtigkeit liegt. Ist die Hornhaut zu steil, bietet sich bis etwa -10 Dioptrien das Augenlasern an. Hierbei wird die Krümmung der Hornhaut abgeflacht, so dass die Hornhaut das gesehene Bild auf der Netzhaut scharf abbilden kann.

Eine weitere Möglichkeit besteht für die Korrektur der Kurzsichtigkeit durch das Einsetzen von zusätzlichen Implantaten in das Auge. Die Cachet Linse korrigiert lediglich eine Kurzsichtigkeit, die ICL kann sowohl Kurzsichtigkeit als auch Hornhautverkrümmung korrigieren.

Beide Implantate, also Cachet und ICL, lassen sich auch mit dem Augenlasern verbinden. Das ist gerade bei hohen Fehlsichtigkeiten manchmal nötig, um das Erbegniss feinzujustieren. Schon öfters haben wir Patienten mit Werten jenseits der minus zwanzig gelasert, bei denen eine genau Refraktion vor der OP schwierig war (hier nehmen die Patienten Brillenwerte in einem Bereich an, das bedeutet, dass z.B. mit -16 genauso gut gesehen wird wie mit -18. Ich würde mich dann konservativ dem Ziel nähern, also mit einer Linse den unteren Wert anpeilen, um dann gegebenenfalls mit dem Augenlaser nachzukorrigieren). Wichtig ist, dass die Hornhaut auf eine Eignung für eine Augenlaser-OP vor der Implantation der Linse untersucht wird.

Man kann natürlich auch die körpereigene Linse gegen eine Kunstlinse austauschen. Bei der Operation verliert das Auge die Zoomfunktion. Eine multifokale Linse kann das ausgleichen, so dass die Kurzsichtigkeit, die Hornhautverkrümmung und auch die Symtome der Altersweisichtigkeit mit einer Kunstlinse behoben werden können.

Dr. med. Bernhard Febrer Bowen, Augenarzt und Augenchirurg

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Dr. Febrer Bowen

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