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C Ten

In: Wissenschaftliche Artikel

4 Jun 2012

C Ten

C Ten umschreibt ein Verfahren zum Augen lasern für Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und/oder Hornhautverkrümmung. Die Technik wird oft mit “no-touch” als Technik beworben, bei der der Augenarzt das Auge gar nicht mehr berühren braucht. Das ist in Ansätzen auch ganz richtig, trotzdem ist auch diese Technik mit ihren Vor- und Nachteilen einzuordenen. Die C Ten fängt damit an, dass das Epithel der Hornhaut mit Hilfe des Lasers entfernt wird. Im Vergleich zur PRK, wo das Epithel mechanisch entfernt wird, verdampft der Laser die Deckschickt des Auges. Hier entsteht auch schon eine erste Fehlerquelle: Man weiss ja nie genau, wie dick das Epithel ist. Das bedeutet, dass bei einigen Patienten zuviel Epithel abgetragen wird, also auch Hornhautgewebe abgetragen wird, bei anderen zu wenig (und Epithel übrigbleibt). Das Problem ist damit, dass die nachfolgende PRK, also das Formen der Hornhautoberfläche sehr von den Gegebenheiten der Hornhaut abhängt. Ist noch etwas Epitel übrig, werden die Ergebnisse ungenau. Und das ist auch das Manko der C Ten: die Präzision der Ergebnisse. C Ten führt zu einer Myopiesierung was bedeutet, dass die Ergebnisse im Kurzsichtigen rauskommen. Wieviel wissen wir nie so ganz genau, da das Epithel teilweiser dicker manchmal dünner ist. Es kann Ihnen also passieren, dass Sie nach einer C Ten etwa 1 Dioptrie unter- oder überkorrigiert sind. Die PRK und die Femto Lasik sind da wesentlich präziser.

In punkto “No-touch”: Ich behandle alle C Ten und PRKs mit Mitomycin, damit es nicht zu einer Vernarbungsreaktion kommt. Um den Tropfen auf dem Auge “festzuhalten”, wird ein kleiner Ring auf das Auge gelegt. Das heisst, will jemand eine “no-touch” C Ten machen ist es entweder keine “no touch” oder es gibt kein Mitomycin (wovon ich abraten würde).

Nachbehandlung: PRK und C Ten Patienten müssen auf eine Nachbehandlung in der Regel länger warten als nach einer Femto Lasik (ca. 12 Wochen). Das bedeutet, dass Sie nach einer C Ten eventuell eine Dioptrie Kurzsichtig bleiben und dann ein halben bis ein ganzes Jahr warten müssen, bis Sie jemand nachbehandelt, um die letzte Dioptrie zu beseitigen.

Femto Lasik Behandlungen sind gerade in den ersten Wochen vom Ergebnis viel präziser, und hier kann man in den seltenen Fällen einer Unter- oder Überkorrektion (etwa 2-3% aller Augenlaserbehandlungen) schon nach wenigen Wochen nachkorrigieren.

Es gibt sicherlich ein paar Spezialfälle, wo eine C Ten zu empfehlen ist. In der Routinebehandlung von Fehlsichtigkeiten ist sie aber unpräziser als die PRK oder die Femto Lasik.

Dr. med. Bernhard Febrer Bowen, Augenarzt und Augenchirurg

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