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Der Keratokonus ist eine Erkrankung der Hornhaut, die meistens auf beiden Augen auftritt und nicht entzündlich ist. Die Dicke der Hornhaut nimmt ab und es kommt zu einer kegelförmigen Verwölbung; die Hornhaut ist teilweise auch vernarbt. Die Patienten leiden dann unter Schwankungen in der Sehschärfe, Lichtempfindlichkeit und nehmen Lichtringe wahr. Die Betroffenen verlieren langsam aber kontinuierlich an Sehschärfe.
Woher der Keratokonus kommt, ist noch nicht erforscht. Nach bisherigen Erkenntnissen spielen Enzymveränderungen in der obersten Hornhautschicht, Epithel, eine wichtige Rolle. Auch ein genetischer Defekt oder verstärktes Reiben der Augen kommen als Auslöser des Keratokonus in Frage. Der Keratokonus tritt verstärkt im Zusammenhang mit anderen Krankheiten auf. Menschen mit Down-Syndrom, Marfan-Syndrom, Osteogenesis imperfecta oder Turner-Syndrom sind häufiger betroffen als gesunde Menschen. Ob Kontaktlinsen ebenfalls für die Krankheit verantwortlich sein können, ist noch nicht sicher geklärt.
Keratokonus beginnt oft in der Pubertät
Meistens beginnt der Keratokonus in der Pubertät. Für jeden fünften Keratokonus-Patienten kommt nur noch eine Hornhauttransplantation (Keratoplastik) in Frage, weil die Krankheit zu spät erkannt und/oder behandelt wird. Problematisch ist dabei auch, dass der Keratokonus auch Jahre nach der Behandlung wieder auftreten kann.
Der Keratokonus kann zwar behandelt, aber nicht komplett geheilt werden. Die Behandlungsmöglichkeiten beschränken sich darauf, einen Stillstand zu bewirken oder die bestmögliche Sehkraft herauszuholen. Brillen und Kontaktlinsen helfen, die Sehkraft zu verbessern. Neuerdings kann auch eine Laserbehandlung helfen. Seit etwa 10 Jahren gibt es das Cross-linking. Bei der Behandlungsmethode wird die Hornhaut stabilisiert, so dass keine drastische Verschlechterung der Sehkraft eintreten soll (Hornhautvernetzung). Die Stabilisierung des Gewebes erfolgt durch Riboflavin und UV-Licht. Nur wenige Augenkliniken in Deutschland bietet diese Behandlung an, unter anderem Augentis.
Cross-linking stabilisiert die Hornhaut
Cross-linking ist eine photochemische Vernetzungsmethode, die zur Stabilisierung der Hornhaut beiträgt. Die Behandlung hat die Vorteile, dass sie einfach durchzuführen ist, nicht lange dauert und dass auch zu einem späteren Zeitpunkt immer noch eine Hornhauttransplantation möglich ist.
Die Behandlung wird ambulant durchgeführt. Dafür wir die obere Hornhautschicht (Epithel) entfernt und anschließend Riboflavin auf die Hornhaut geträufelt und mit UV-Licht bestrahlt. Die Kollagenfasern werden dadurch dicker, das Gewebe fester.
Nach der Operation haben Patienten etwa 2 Tage lang Schmerzen. Da in dieser Zeit das Epithel der Hornhaut nicht zugewachsen ist, sollten Patienten auf Sport verzichten. Das Auge ist insgesamt etwa 2 Wochen lang gerötet. Kontaktlinsen sollten erst nach etwa 4 Wochen wieder getragen werden.
Informationen aus erster Hand rund um das Thema Augenlasern, Femto-Lasik und phakorefraktive Operationen direkt vom Chirurgen Dr. Bernhard Febrer Bowen, Augentis.