Visumax – Flex

In: Hintergrundwissen

28 Jun 2009

Meditech Carl Zeiss Jena geht mit dem Visumax zwei Wege. Der eine ist gut bekannt: das Kreieren eines Flaps für die Femto-Lasik.

Der zweite ist die Möglichkeit, das Gewebe, welches herkömmlich mit dem Excimer-Laser weggedampft wird auch mit dem Femtosekundenlaser zu entfernen. D.h. der Femtolaser schneidet aus dem Hornhauthautgewebe eine Minikontaktinse, die so geststaltet wird, das ihr Fehlen den Brechkraftfehler der Hornhaut ausgleicht.

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Kontaktlinse im Auge, die Sie fehlsichtig macht. Entfernt man diese, sind Sie wieder normalsichtig. So ist es mit der Flex-Methode. Diese “Kontaktlinse” wird etwa dort gefertigt, wo normalerweise der Excimer das Gewebe abträgt, nämlich im vorderen Drittel des Hornhautgewebes. Auch hier braucht man also ein Flap, da man ja an die “Kontaktlinse” ran muß. Leider sind die Ergebnisse noch zu unpräzise, die herkömmliche Femto-Lasik ist überlegen, man kann sich aber durchaus vorstellen, dass eines Tages nur noch der Femtolaser für die Korrektur von Brechkraftfehlern nötig sein wird.

“Die FLEx eröffnet einen neuen interessanten Weg zur Behandlung der Fehlsichtigkeit”, erläutert Prof. Walter Sekundo, Direktor der Universitätsaugenklinik an der Philipps-Universität Marburg. Dies zeigen erste ermutigende Erfahrungen, die Sekundo und PD Marcus Blum im Rahmen von 300 Behandlungen an der Universität Marburg und Mainz sowie an der Helios Klinik in Erfurt gewonnen haben: Bei 96 Prozent der Patienten lagen die Abweichungen vom Ziel unter einer Dioptrie, bei 77 Prozent unter einer halben Dioptrie. Damit kommt die neue Methode nahe an die Ergebnisse der bisherigen LASIK-Operation.

Das Verfahren muß natürlich noch verfeinert werden, um an die Ergebnisse der Femto-Lasik ranzukommen. Bis dahin schein es noch ein Stück Weg zu sein. Grundsätzlich ist es aber eine Technik, der die Zukunft gehören kann.

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